Montag, August 15, 2005

The King is Dead, long live the King!

Haih la, you probably noticed it already. This blog has come to an end. Due to time constraints I haven't been able to update this blog the last weeks. But I promise to add a gallery of all my photos I shot in Hongkong to this website and write a small FAQ for all the people who might visit this lovely city someday so that they find their way around.

But, be warned: Like a phoenix out of these ashes a new blog will emerge. This one will deal with my life in general and to stay in contact with my friends fro mall over the globe, so it will probably be even more boring than the current one. :) I decided to publish it either in English and German or purely in English since alot of my friends are not able to comprehend German good enough. The link to my new blog will be announced on this site!

So once again: Stay tuned!

Finally I'd like to express my thanks to you for all the comments and general support during the last months! I really (!) appreciated that. Nice to know that people were actually interested in what strange incidents I stumbled across during my stay. I'd be very pleased if you would watch this site during the coming weeks and take a peek at my new blog which is going to be launched someday this autumn/winter!

baibai and best wishes,

Ping Fu
aka
martin

Donnerstag, Juni 23, 2005

Gung Fu

Leider favorisieren meine Freunde hier eher westliche Filme, welche dann auch noch Titel wie "Lord of the Rings" oder "Matrix" tragen. Nicht dass ich diese Filme per se schlecht finden würde (im Gegenteil!). Jedoch liefert das asiatische Kino manchmal eine gewisse Balance zu all den westlichen Streifen. Deswegen stiefelte ich alleine ins Kino um mir Stephen Chows neues Meisterwerk anzuschauen: "Gung Fu" - hierzulande unter dem Namen "Kung Fu Hustle" bekannt.

Die Kassenwärtin schaute schon nicht schlecht, als ich ihr, um meinen Studenten Discount abzugreifen, den immer noch gültigen Hong Kong University Studentenausweis unter die Nase hielt (mein Göttinger Ausweis ist zur Zeit ungültig...).

Das eigentlich erstaunliche war dann jedoch der Film an sich. Als die gute alte "Axe-Gang" ihren Tanz aufführte spürte ich dieses unglaubliche Déjà Vue:



"Das hast du doch schon gesehen!"

Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Klar! Ganz am Anfang meiner Zeit, keine 10 Tage nach Einzug ins Studentenwohnheim hatten meine Chinesen ihr "Floor Festival", auf welchem sie ihren - meiner damaligen Ansicht nach - absolut trotteligen Tanz aufgeführt hatten. Jeder Flur musste zur Einweihung des neuen Semesters irgendeine Show darbieten. Und die Jungs auf meinem Flur hatten keine Skrupel schamlos Chows Ideen zu verwursten! Aus Äxten wurden Papierrollen.




Im Nachhinein erreicht dieser Tanz in meinen Augen jedoch eine gewisse Coolheit. Das war so schlecht, dass es schon wieder genial war!

Freitag, Juni 17, 2005

Octopus Card

Dieses absolut geniale, von 95% der Bevölkerung benutzte, elektronische Zahlungsmittel verdient einen eigenen Eintrag und wird auch so in das FAQ aufgenommen. Da man Hongkong wohl auf dem Luftwege erreichen wird, sollte das erste was man bei seiner Ankunft erledigt der Gang zum Service Schalter in der Haupthalle sein. Dort erhält man für knapp 150 HK$ inklusive Caution Money und 100 HK$ Gutahaben die gute alte Octopus Card.



Hierbei handelt es sich um eine kleine handliche Karte im Kreditkartenstil auf die man ganz einfach an sogenannten "Add-Value"-Automaten, als auch bei jedem Supermarkt der 7/11 Kette, Hongkong Dollar auf der Karte speichern kann.

Was ist so faszinierend an dieser Karte? Ganz einfach: Die Möglichkeit bei McDonald's, diversen Supermarktketten als auch dem gesamten Personennahverkehr (exklusive roter Minibusse, meiden!) sowie diversen anderen Geschäften bargeldlos zu bezahlen. Und zwar ohne Geheimnummer, Scannen oder sonstigen elendigen, zeitraubenden Geschichten. Man schiebt die Karte einfach über einen Sensor (paar Zentimeter Abstand stören nicht!) und ca 0,3 Sekunden später piept es - die Bezahlung wurde getätigt.

In der Tat gibt es Leute die sich ihre Octopus Karte zum Beispiel in die untere Seite ihrer Handtasche, Rucksack oder gar den Jackenärmel nähen und im Vorbeigehen am Schalter den Ärmel oder die Louie Vuitton einmal lässig drüber fahren. Beep - voila!

Selbst explizit für diesen Zweck erstellte Armbanduhren gibt es, die eine Octopus Card intergriert haben. Ich staunte nicht schlecht als ich eines Tages Opa Chinese mit seiner Octopus Uhr bezahlen sah. Lässig schob er sein Handgelenk über den Sensor und stolzierte zu seinem Sitzplatz. So muss das sein!

Man fragt sich warum, ausserhalb weniger kleiner Testgebiete in Singapur, Taipei und Tokio, dieses System nicht woanders erfolgreich angewandt wird...

Peinliche Momente entstehen immer dann, wenn man an den Sensor-Übergängen krampfhaft versucht die Karte im Portemonaie über den Detektor zu schieben, dieser aber einfach nicht funktionieren möchte. Ob man nun länger in Hongkong lebt oder nicht, die Schlange im Hintergrund grummelt nur über den dummen Gwailo, der es zum wiederholten Male nicht gebacken kriegt, schnell und ordentlich zu bezahlen. Natürlich würde ein Chinese dies einen niemals wissen lassen, aber man kann es an den Gesichtsausdrücken wunderbar ablesen.

Studenten und Rentner erhalten eine sogenannte "Personalized Octopus Card" - formecht mit Bild und Name. :)



"Ich bin der Martin ne?". Sehe darauf aus wie ein Sträfling, aber egal...



Donnerstag, Juni 09, 2005

Adjustment

Das erste was mir in Heathrow bzw. Hamburg Fuhlsbüttel in den Kopf schoss: "Fuck! Sind hier viele Gwailos unterwegs." Bis ich dann irgendwann realisierte, dass ich jetzt kein Gweilo mehr bin. Sondern "Eingeborener".

Nach Konfiguration meiner Internetverbindung überprüfte ich zunächst folgendes: Wieviel kostet denn der Master of Law, wenn ich mein deutsches Studium fertig habe? Nach kurzem checken der Webseite seufzte ich erleichtert auf: Mit 1,5 Jahren sparen - finanziell machbar. Puh! :)

P.S. Auch wenn ich mich in nächster Zeit dem lustigen deutschen Rechssystem widmen werde (oh, welch' Freude!), werde ich wie versprochen eine HK-FAQ Seite erstellen und zudem noch andere interessante Linkseiten verfassen. Für all die unter uns, die es mal nach HK verschlagen sollte.

Dienstag, Juni 07, 2005

Goodbye (we will meet again)

Das war's dann wohl (vorerst wie ich hoffe). Stilvoll haben wir uns gestern beim Brazilian BBQ die Rübe weggeknallt. Nachdem ich heute gegen 16 Uhr das Wachkoma abschüttelte, ging es zunächst nach Mong Kok, um die letzten Einkäufe zu tätigen. Daraufhin zu einem Spaziergang auf der Nathan Road - via Starferry zurück nach HK Island. Mit der Peak Tram - 6 Bierchen im Gepäck - ging es auf die Spitze Hongkongs und dort in das Untergeschoss der Aussichtsplattform, welche um diese Zeit von nicht einem einzigen Touristen frequentiert wurde. Dort vernichtete ich die letzten Bierchen, genoss die Aussicht auf Hong Kong Central und Kowloon Tsim Sha Tsui, hörte Joe Strummer und schwelgte in Erinnerungen.

Schlussendlich ging ich den einsamen 3km langen Morning Trail auf der Westseite des Peaks hinunter und landete auf dem verlassenen Campus meiner Universitität. Nach einem kurzen Aufenthalt am stillen Teich nahm ich den Aufzug hinunter zur Pok Fu Lam Road und winkte mit einen Minibus nach Hause. Hoffentlich nicht das letzte Mal in HK...




P.S. Am Ende ist diese Seite zumindest noch nicht. Ich hab mich dazu entschlossen eine kleine FAQ-Seite für all diejeningen Asien-Videospiele-Reisen-Interessierten unter uns zu erstellen. Das mag aber ein paar Tage/Wochen dauern, also dranbleiben.

Montag, Juni 06, 2005

Zur falschen Zeit am falschen Ort

Besser kann man es nicht zusammenfassen. Ich mein, ich bin sicherlich keiner dieser CSU-Münti-Volkspartei-Asozialen, die behaupten, alles wäre katastrophal in Deutschland. Das Leben in Deuschland gefällt mir ausgezeichnet und so einige würden sich wünschen, das selbe Leben führen zu können, welches wir führen.

Nichtdestotrotz bin ich 24 Jahre jung und Asienfan wie wohl kaum ein anderer. Ich bin mir darüber bewusst, dass ein deutsches juristisches Staatsexamen im Gegensatz zu einem Japanologie/Sinologie Studium mit BWL Bezug stark abstinkt - zumindest wenn man hier landen will.

Das heisst aber nicht, dass ich nicht versuchen werde, irgendwie, irgendwo und irgendwann die "Lücke" zu finden. Wie mein grosses Schwesterchen sehr weise schon meinte: "Du hast Dich bereists schon schlau genug angestellt, dass ist nur eine Frage der Zeit".

Wenn ihr die Einzelheiten meines Aufenhaltes wissen würdet, wäre es trotzdem zum Heulen. Warum hab ich bloss immer so ein Pech? :(

Samstag, Juni 04, 2005

Arcade Life/Live

Ohne Arcades/Spielhallen werde ich in Deutschland nicht lange existieren können. Dieses Fazit habe ich nicht bereits heute treffen müssen.

1 - 1,5 Jahre gebe ich mir, danach muss was geschehen. Mein Weg muss mich irgendwo hin zurückführen, wo es Arcades gibt. Neben Japan ist HK der beste Ort. Punkt.




Es ist einfach traumhaft seinen Abend alleine oder mit Kumpels in einer schäbigen, verrauchten Spielhalle zu verbringen: Bierdosen und Spielecoins natürlich in Massen vor einem aufgestapelt. Die Geräusche des Automaten knallen einem ohrenbetäubend entgegen und die Chinesen unterlassen nach einiger Zeit ihr arrogantes Grinsen, wenn sie feststellen, dass der Ausländer mehr Skills hat als sie selbst. Bwahaha!




Was natürlich dazugehört sind die kleinen aber lustigen Gespräche mit anderen Chinesen, die sich auf einmal massiv für einen interessieren, da ein Gweilo in einer Spielhalle eher die absolute Ausnahme ist.




Zudem ist die Clientel einfach bewundernswert: Neben den obligatorischen 14-18 Jährigen Halbstarken tummeln sich allerdings auch sehr viele Geschäftsleute (mit Aktenkoffer unterm Arm), alte kartenspielende Opas, als auch hübsche erwachsene Chinesinnen herum. Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Hübsche Mädels in der Spielhalle, die sich auch noch für allerlei Shooter/etc interessieren. Ein Traum! Sowas gibt es in Deutschland nicht - nicht nur weil Videospiele a priori als Kinderkram abgetan werden - nein, es gibt einfach so gut wie keine Arcades in dem Stil in good ol' Germany. Kanzler, tu was!

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